Inklusive Modellregionen

 Im Rahmen der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen wurden in Österreich die drei Inklusive Modellregionen Steiermark, Kärnten und Tirol definiert, in denen Maßnahmen zur Implementierung
eines inklusiven Schulwesens entwickelt und erprobt werden (bifie 2017, S.7).

Der Nationale Aktionsplan Behinderung 2012-2020 sieht vor, dass die Inklusiven
Modellregionen bis 2020 eingerichtet sind, was auch einen strukturellen Wandel im Bildungssystem mit sich bringt.

Der Erlass zur Durchführung der Inklusiven Modellregionen enthält folgende Richtlinien:
•    Qualität der Inklusion in allgemeinen Schulen (gem. §27a SCHOG) und Beschreibung der Inklusiven Modellregionen
•    Neuorganisation des ZIS (Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik)
•    Effizienter, bedarfsorientierter und flexibler Ressourceneinsatz
•    Qualität der Verfahren zur Feststellung des SPF und der SPF-Bescheide
•    Klärung von Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Schulerhaltern
 (BMBF 2015, S.1)

Das BZIB veranstaltet und moderiert Fortbildungen und Arbeitstagungen, um die Inklusiven Modellregionen bei der Umsetzung dieser Richtlinien zu begleiten.

Dr. Ewald Feyerer schreibt in dem Artikel Mit Inklusiven Modellregionen auf dem Weg zur inklusiven Schule? Österreichische Bildungspolitik zwischen Vision und Pragmatismus in: behinderte menschen, Zeitschrift für gemeinsames Leben, Lernen und Arbeiten. 38. Jahrgang, Heft Nr.4/5, 58-61. über die aktuelle Situation in den österreichischen Schulen.

Die wissenschaftliche Begleitung dieses Veränderungsprozesses erfolgt durch das Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation & Entwicklung des österreichischen Schulwesens (bifie). Ziel der wissenschaftlichen Aufbereitungen der Erfahrungen der Inklusiven Modellregionen ist es, dass man die gewonnenen Erkenntnisse zur zukünftigen schrittweisen Implementierung des Inklusiven Schulsystems im gesamten Bundesgebiet nutzbar macht. Der aktuell (2017) erschiene Bericht "Einschätzung der Ausgangssituation durch Schulaufsichtsorgane, Schulleiter/innen, Leiter/innen von ZIS/PBZ und regionale Leitungspersonen von (außerschulischen) Unterstützungseinrichtungen" untersucht vor allem die strukturellen Maßnahmen, Rahmenbedingungen und die Haltungen rund um das Thema der schulischen Inklusion.

 

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Stellungnahmen aus den Modellregionen

Inklusive Bildung in Tirol - Eine Stellungnahme des Tiroler Monitoringausschusses zur Überwachung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (in leichter Sprache)